Ein Ouji-Outfit lebt oft vom Schnitt: der Schulterlinie einer Jacke, dem Sitz einer Weste, dem Fall einer Hose über dem Schuh oder der Bewegung eines Capes. Eine gute Pose zeigt diese Details, ohne den Körper steif wirken zu lassen.

Mache vor dem Ausprobieren verschiedener Posen jeweils ein Foto in neutraler Haltung von vorn, von der Seite und von hinten. So hältst du die Passform fest und hast eine Referenz für ausdrucksstärkere Aufnahmen.
1. Die aufrechte Standpose
Stelle die Füße leicht auseinander und lasse die Schultern entspannt sinken. Drehe einen Fuß etwas nach außen, statt beide Füße auf einer Linie zu platzieren. Lasse eine Hand locker und berühre mit der anderen ein Revers, eine Manschette oder eine Tasche.
Mit dieser Pose kannst du die gesamte Silhouette zeigen und prüfen, ob Jacke oder Bluse richtig sitzen.
2. Das Dreiviertelprofil
Drehe den Körper etwas von der Kamera weg und wende ihr dann das Gesicht wieder zu. Dieser Winkel bringt das Volumen einer Halsbinde, eines Jabots, eines Ärmels oder eines mehrlagigen Mantels zur Geltung, während die Vorderseite des Outfits sichtbar bleibt.
Achte auf die Schulter, die der Kamera zugewandt ist. Wenn du sie zum Gesicht hochziehst, korrigiere deine Haltung vor der Aufnahme.
3. Ein Buch oder eine kleine Requisite einsetzen
Halte ein Buch, einen Gehstock oder eine andere Requisite, die zur Szenerie deines Outfits passt. Gib beiden Händen eine klare Aufgabe. Eine Requisite wirkt am besten, wenn sie die Szene verständlicher macht, statt die Kleidung zu verdecken.
Halte sie von der Mitte einer detailreichen Weste oder Bluse fern, sofern du diesen Bereich nicht bewusst verdecken möchtest.
4. Lässig anlehnen
Lehne dich leicht an eine Wand, ein Geländer oder einen Stuhl und verlagere das Gewicht auf ein Bein. Beuge das andere Knie leicht. So wirkt ein formelles Outfit ungezwungener, während seine Schnittführung sichtbar bleibt.
Lasse die Schulter, mit der du dich anlehnst, nicht einsinken. Der Kontakt soll deine Pose stützen, ohne die Kleidung flach zu drücken.
5. Ein Cape oder einen Mantel öffnen
Halte eine Seite des Capes oder Mantels vom Körper weg, damit das Futter und die darunterliegenden Schichten sichtbar werden. Mache mehrere Aufnahmen, während der Stoff sich wieder legt. Eine kleine Bewegung wirkt oft besser, als beide Seiten in eine vollkommen symmetrische Form zu ziehen.
Prüfe, ob du genug Platz um dich herum hast, bevor du ein langes Kleidungsstück in Bewegung bringst.
6. Die Rückseite fotografieren
Rückenschnürungen, Schöße, Capes und Hutdetails verdienen eine eigene Aufnahme. Stelle dich mit dem Rücken zur Kamera und drehe den Kopf nur so weit, wie es sich natürlich anfühlt. Alternativ kannst du das Gesicht außerhalb des Bildausschnitts lassen und das Kleidungsstück in den Mittelpunkt stellen.
Streiche die Rückseite der Jacke glatt und prüfe, ob Riemen, Etiketten oder Haare das Detail verdecken, das du zeigen möchtest.
7. Den Gesichtsausdruck auflockern
Bei Ouji musst du nicht auf jedem Foto denselben ernsten Blick zeigen. Ein kleines Lächeln, eine hochgezogene Augenbraue oder ein Blick zur Seite können zu einem verspielten Coord passen. Behalte eine klare Körperlinie bei und verändere die Stimmung durch deinen Gesichtsausdruck.
8. Die passende Haltung zur Requisite
Lege bei einem Gehstock, Sonnenschirm oder einer Kostümwaffe vor dem Posieren fest, wohin der Gegenstand zeigen soll. Halte Abstand zu anderen Personen und richte ihn nur dann auf die fotografierende Person, wenn die Situation kontrolliert ist.
Die Requisite sollte eine Linie durch das Bild bilden. Sie sollte dich nicht dazu zwingen, die Hände in einer unbequemen Griffhaltung zu halten.
9. Eine kniende oder sitzende Pose
Mit einer knienden oder sitzenden Pose zeigst du Shorts, Strümpfe, Stiefel und Mantelschöße auf einer anderen Höhe. Probiere die Haltung langsam aus, damit die Kleidung an Taille oder Knien nicht spannt.
Ordne lange Stofflagen erst, wenn du stabil sitzt oder kniest. Ist die Pose unbequem, nutze stattdessen einen Stuhl oder eine niedrige Stufe.
Zuerst den Schnitt festhalten
Beschränke dich auf wenige Posen und prüfe die Aufnahmen zwischendurch. Achte darauf, dass mindestens ein Bild die Vorderseite deutlich zeigt, eines die Seitenansicht oder Bewegung und eines die Rückseite. Ein starkes Ouji-Foto braucht keine dramatische Inszenierung. Der Schnitt gibt dem Bild bereits seine Struktur.